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QEK Landesinitiative Sachsen

Einsatz des QEK-Tools als Instrument zur Analyse von Qualitäts-Ertrag-Kosten Einsatz in betrieblichen Ausbildungsverläufen

Die duale Ausbildung - Neue Herausforderungen für ein bewährtes System

Mit der Landesinitiative „Steigerung der Rentabilität der dualen Berufsausbildung in Sachsen“ soll die duale Berufsausbildung im Land Sachsen nachhaltig für alle Beteiligten verbessert werden und die Attraktivität der Berufsausbildung, sowohl bei den Ausbildungsbetrieben, als auch bei den zukünftigen Auszubildenden, gesteigert werden. Um das Qualitätsmanagement der dualen Ausbildung zu überprüfen, sollen Instrumente entwickelt werden, um Erfolge messbar zu machen. Die immer noch geringe Anzahl von Ausbildungsbetrieben, und eine hohe Abbrecherquote sind erste Defizitsignale. Des Weiten bestehen bundesweit 15% der Auszubildenden, laut einer Studie des BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung), ihre Abschlussprüfung nicht und nur 32% sind bundesweit davon überzeugt, das ihre Ausbildung zu guten Resultaten führe. Es besteht also ein deutliches Entwicklungspotential, was die Qualitätssicherung und –Entwicklung der dualen Ausbildung anbelangt, sowohl deutschlandweit, als auch speziell im Bundesland Sachsen.

Um die Qualität der Berufsausbildung im jetzigen System zu erhalten und zu verbessern, muss man sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen: So müssen die Akteure Qualifikationsbedarf in der Wirtschaft genauso im Auge zu behalten, wie die gestiegene Bedeutung der beruflichen Bildung für die individuelle Entwicklung des Einzelnen. Auf internationaler und europäischer Ebene gilt, es die Position des Deutschen Ausbildungssystems zu bestimmen, um im direkten Vergleich konkurrenzfähig zu bleiben.

Das Land Sachsen hat sich allerdings noch viel umfassenderen Veränderungen zu stellen. Der gravierende demografische Wandel der Region lässt die Zahl der Schulabgänger wegbrechen und es kommt zu erheblichen Problemen, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Als Resultat wird sich der Konkurrenzkampf der berufsqualifizierenden Bildungsgänge weiter verschärfen. Die geringe Ausbildungsbereitschaft vieler Betriebe verschärft die demografischen Problemen: Viele Jugendliche finden keine Ausbildungsstelle, was zu einer Jugendarbeitslosenquote von 16,9% führt. Es ist also umso wichtiger, durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement dafür zu sorgen, dass die duale Berufsausbildung ein attraktiver Bildungsweg bleibt und alle Berufsbildungsakteure der regionalen Bildungspolitik zu mobilisieren, um eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität, Qualität und Rentabilität der dualen Berufsausbildung in Sachsen voranzutreiben.

Wie kann man konkret den neuen Herausforderungen der dualen Berufsbildung in Sachsen begegnen?

Eine zentrale Rolle in der dualen Berufsausbildung kommt den Kammern zu, die wie Arbeitgeber und Gewerkschaften auf allen Ebenen der Steuerung und Organisation beteiligt sind. Mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Bremen soll zusammen mit der IHK Dresden und der HWK Dresden ein Instrument für das Qualitätsmanagements der Berufsbildung entwickelt und erprobt werden. Dabei sorgt die Begleitung der Bremer Wissenschaftler dafür, dass Synergieeffekte mit ähnlichen Forschungsvorhaben genutzt werden und immer auf dem neuesten Stand der Berufsbildungsforschung gearbeitet wird. Das Gesamtvorhaben gestaltet sich also hochkomplex, deshalb sollen die Schaltstellen der beruflichen Bildung in Sachsen konstruktiv eingebunden werden. In vier Arbeitspaketen sollen das Ziel der Landesinitiative, die Attraktivität, die Rentabilität und die Qualität der Berufsbildung in Sachsen, bis zum Jahr 2012 nachhaltig umgesetzt werden.

Die vier Arbeitspakete der Landesinitiative

• Arbeitspaket 1: Aufbau eines Erfassungssystems zur Ermittlung der betrieblichen Ausbildungsqualität
• Arbeitspaket 2: Schaffung von Transparenz und einem gemeinsamen Verständnis aller Ausbildungsakteure hinsichtlich der Nutzung von Qualitätsindikatoren
• Arbeitspaket 3: Aktive Beteiligung der Auszubildenden am Modernisierungsprozess der dualen Berufsausbildung
• Arbeitspaket 4: Qualifizierung des Ausbildungspersonals

 

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