A + B Forschungsberichte
In den A+B Forschungsberichten werden aktuelle Forschungsberichte aus der Arbeits- und Bildungsforschung veröffentlicht. Arbeit und Bildung verweist auf die vorberufliche und die berufliche Bildung sowie auf die berufliche Weiterbildung. Diese Form der online-Publikation erlaubt es, Forschungsergebnisse zu einem frühen Zeitpunkt zugänglich zu machen.
Jeder Forschungsbericht durchläuft ein internes Reviewverfahren. Die Reihe A+B Forschungsberichte ist auch offen für externe Autoren, die dem Forschungsnetzwerk durch ihre Forschungsarbeiten verbunden sind. Die Verantwortung für den Inhalt der Beiträge liegt bei den Autoren.
A+B Forschungsberichte is a series where topical results of the current research on labour and education are being published. Labour and education refers to pre-vocational education, vocational education and training as well as continuing vocational education. In order to assure a high degree of topicality, A+B Forschungsberichte is published online. Quality is guaranteed by an internal review process involving several researchers. A+B Forschungsberichte offers a platform also for external researchers, who are linked to the Forschungsnetzwerk via their own research in the field of labour and education. The authors are responsible for the content of their contributions.

Andrea Maurer/Felix Rauner
Lernen in Geschäftsprozessen
Die Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse unter Bezugnahme auf und Berücksichtigung von betrieblichen Geschäftsprozessen hat mit dem ITB-BIBB Projekt ‚Betriebliche Organisationsentwicklung und berufliche Bildung’ Eingang in die berufspädagogische Diskussion gefunden (Dybowski, Dietzen 2006). Seinen bildungsplanerischen Niederschlag fand diese Diskussion im Lernfeldkonzept sowie in den Prüfungsanforderungen neugeordneter Berufe. Mit diesem Forschungsbericht liegt jetzt eine empirische Analyse der Geschäftsprozessorientierung betrieblicher Ausbildung vor. Die Datenbasis für unsere Analyse ist die Bewertung der betrieblichen Ausbildungsqualität durch mehr als 200 Ausbilder mit dem Onlinetool QEK (Qualität Erträge Kosten).

Andrea Maurer/ Felix Rauner/Dorothea Piening
Lernen im Arbeitsprozess – ein nicht ausgeschöpftes Potenzial dualer Berufsausbildung
Die Entwicklung beruflicher Kompetenz ist davon abhängig, welche Qualität das Lernen im Arbeitsprozess erreicht. Diese Qualität kann mithilfe des Selbstevaluationstools QEK erfasst werden. Auf der Datenbasis von weit über 200 Bremer Ausbildungsbetrieben werden in diesem Bericht die Qualitätskriterien Produktive Lernzeiten, fachliches Ausbildungsniveau sowie eigenverantwortliches Lernen, jeweils differenziert nach Branche und Ausbildungsjahr, ausgewertet. Durchgängig über alle Berufe werden erst im dritten Ausbildungsjahr gute bis sehr gute Qualitätswerte erreicht. Insbesondere im ersten Ausbildungsjahr ist es notwendig, ungenutzte Ausbildungspotenziale besser auszuschöpfen.

Felix Rauner
Demarkationen zwischen beruflicher und akademischer Bildung und wie man sie überwinden kann
gen erreicht werden kann. Vorgeschlagen wird ein „Ordnungsrahmen“ für Regelungen zum Übergang von der beruflichen zu hochschulischen Bildung, in dem vier Karrierewege unterschieden werden.
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Lars Heinemann/Felix Rauner
Identität und Engagement: Konstruktion eines Instruments zur Beschreibung der Entwicklung beruflichen Engagements und beruflicher Identität
Berufsübergreifend sollen bei Auszubildenden Dispositionen bezüglich der Entwicklung beruflicher Identität und dominante Bezugsfelder von Engagement erfasst werden. Dieser Bericht beschreibt die Entwicklung eines dazu geeigneten empirischen Instrumentariums vor dem entsprechenden theoretischen Hintergrund, stellt dessen psychometrische Gütekriteren dar und entwickelt seine Anwendungsbereiche.
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Felix Rauner/Lars Heinemann/Bernd Haasler
Messen beruflicher Kompetenz und beruflichen Engagements
Nachdem international vergleichende Schulleistungsuntersuchungen wie PISA die öffentliche Diskussion über allgemeine Bildung Jugendlicher deutlich befördert haben, steht der Bereich beruflicher Bildung bislang noch außen vor. Zum Messen beruflicher Kompetenzen liegen im Unterschied zur allgemeinen Bildung (z. B. Lesekompetenz,naturwissenschaftliche Kompetenz) noch keine etablierten Instrumente vor. Der Forschungsbericht stellt anhand eines eng umrissenen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens grundlegende Arbeiten als Beitrag zur Entwicklung eines Instrumentariums zur Messung beruflicher Kompetenzen vor. Gleichrangig wird ein Weg aufgezeigt, wie berufliches Engagement und berufliche Identität Auszubildender erfasst werden können. Dies trägt der Erkenntnis Rechnung, dass berufliche Identität das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses ist, der auf das Engste mit der Entwicklung beruflicher Kompetenz verschränkt ist. Abschließend werden im Beitrag Möglichkeiten einer international vergleichenden Kompetenzerfassung im Bereich der beruflichen Bildung (Berufsbildungs-PISA) kritisch diskutiert.
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Martin Fischer
Über das Verhältnis von Wissen und Handeln in der beruflichen Arbeit und Ausbildung
Der Kompetenzbegriff ist ein hypothetisches Konstrukt, dessen theoretische Grundlagen keineswegs vollständig geklärt sind, insbesondere nicht das Verhältnis von Wissen und Handeln. Es wird vorgeschlagen, von einer dialektischen Relation zwischen Wissen und Können auszugehen. Die Annahme hierbei ist, das Wissen in könnerhaftes Handeln integriert werden kann, wobei Wissen und Handeln sich gegenseitig bereichern, ohne ineinander aufzugehen oder sich gar gegenseitig zu determinieren. Eine Modellvorstellung für diesen Integrationsprozess bietet die Unterscheidung zwischen Hintergrundbewusstsein und Fokalbewusstsein, die NEUWEG in Anlehnung an POLANYI herausgearbeitet hat. Diese Modellvorstellung führt zu der Erkenntnis, dass wir Kompetenz im Sinn von Können nicht einfach besitzen, sondern im Handlungsverlauf erst herstellen – durch die Integration von Wissen auf das Handlungsziel hin.
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